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Kultur in der Region Hildesheim

Teekistenbass, Wasserrutsche und ein bisschen Glück - hört! hört! in Bad Salzdetfurth

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Die 17-jährige Kaja Stürmer vertritt die Gemeinde Bad Salzdetfurth beim Finale von hört! hört!, dem Musik Grand Prix für die Region Hildesheim. Das entschieden vergangenen Sonntag, 25. August, eine Jury und die Besucher des Vorentscheid auf dem Freibad-Geburtstag. Die Singer/Songwriterin überzeugte mit ihrem Song Glück, den sie für das Projekt „Hi-Generation“ selbst geschrieben und komponiert hat. Über den Sieg war sie selbst überrascht. „Ich war sehr nervös und meine Mitbewerber waren auch sehr stark“, erklärt sie anschließend. Für das große Finale am 15. März 2014 in der Halle 39 will die Bad Salzdetfurtherin jetzt laut eigener Aussage „üben, üben, üben“ und „Songs schreiben, Songs schreiben, Songs schreiben.“ Seit drei Jahren spielt Stürmer Gitarre und schreibt eigene Stücke. Sowohl das Gitarrenspiel als auch das Singen hat sie sich selbst beigebracht.

Beim Vorentscheid angetreten waren außerdem die Jazz-Band Fearless und die Bühnen-Veteranen von den Skiffle Rats. Fearless gründeten sich für eineinhalb Jahren in der Musikschule Hildesheim. Die vier Musiker im Alter von 14 bis 17 Jahren spielten seitdem unter anderem bei Open Stage 2012 und 2013, beim Lernfest 2012 oder den Stiftungstagen der Universität Hildesheim. Vergangenes Jahr gewann die Band den Förderpreis beim Wettbewerb Jugend jazzt. Beim Vorentscheid in Bad Salzdetfurth belegten Corinna Schäfer (Saxophon), Eric Blume (Schlagzeug), Mathis Schlegel (Bass) und Flemming Stötzer (Piano) den zweiten Platz. Die Enttäuschung war den Mitgliedern zwar anzumerken, aber sie nahmen ihre knappe Niederlage dennoch locker. „Wir wissen, dass Jazz nicht jedermanns Sache ist, aber wir haben uns gesagt 'Egal, let's jazz' und hatten Spaß, dass ist die Hauptsache.“ Mit ihrem Auftritt sei die Band aber voll zufrieden, bestätigt Schäfer. „Wir sind nur mit einem weinenden Auge auf die Bühne gegangen, weil dies unser letzter Auftritt mit unserem Bassisten war.“ 

Auf dem dritten Platz landeten die Skiffle Rats. Mit bald 30 Jahren Bühnenerfahrung war die Skiffle-Gruppe um Bandleader Wolfgang Mroz mit Abstand die dienstälteste Band auf der Bühne. Skiffle zeichnet sich durch einen unkonventionellen Klang aus. Neben Western-Gitarre und Banjo kamen beim Auftritt des Quartett auch das Waschbrett und der Teekistenbass zum Einsatz. Damit verliehen sie bekannten Country-, Western- und Folk-Songs eine ganz eigene Note. Das Ergebnis nahmen sie locker. „Wir haben mit dem Anspruch hier teilgenommen, den Wettbewerb zu bereichern, deswegen gibt es auch keine Enttäuschung“, erläutert Mroz. Er und seine Bandkollegen hätten sich im Gegenteil darüber gefreut, dass junge Menschen an dem Wettbewerb teilgenommen und am Ende auch gewonnen hätten. „Kaja Stürmer schreibt ihre Songs selbst und hat eine tolle Bühnenausstrahlung. Mir hat der Auftritt sehr gefallen“, freut sich Mroz. Die Band wolle deswegen auch nicht von „Konkurrenten“ sondern von „Mitbewerbern“ sprechen.

Die Entscheidung über den Sieg wurde mittels einer Jury bestehend aus dem Vorsitzenden der Stadtwerke Bad Salzdetfurth, der Redaktionsleitung der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, einem Techniker von Nova Concert Service, dem Vorsitzenden des KVV und einem Musikredakteur von Radio Tonkuhle gefällt. Außerdem dürfte das Publikum durch Stimmzettel seinen Favoriten küren. Die Entscheidung von Jury und Publikum war am Ende eindeutig. Jury-Mitglied Andreas Pusch von Radio Tonkuhle bestätigte aber, dass es eine ausführliche Diskussion vor der Entscheidung gegeben hätte. „Fearless“-Mitglied Schäfer kritisierte allerdings, dass die Entscheidungsfindung für die Bands nicht transparent und nachvollziehbar gestaltet wurde.

Insgesamt waren sowohl Veranstalter Rolf Jacobs, Leiter der Jugend- und Kulturarbeit, sowie Andreas Kreichelt, Mitorganistor von hört! hört! und Geschäftsführer bei Radio Tonkuhle, zufrieden mit dem Vorentscheid. „Wir hatten gutes Wetter, viele Gäste und tolle Musiker“, freut sich Jacobs. 

Im Rahmen des 75. Geburtstag des Freibad standen über das Wochenende noch andere Programmpunkte auf der Tagesordnung. So zum Beispiel die Rutschmeisterschaft am Sonntagvormittag. Kreichelt spricht den Veranstaltern ein Lob aus: „Die Technik hat sehr gut funktioniert, die Organisation war vorbildlich und die Einbindung in den Freibad-Geburtstag darf getrost als geniale Idee bezeichnet werden.“

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