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Kultur in der Region Hildesheim

Telemannjahr 2017

Zu Georg Philipp Telemanns 250. Todesjahr hat sich Hildesheim mit sechs weiteren deutschen und drei europäischen Städten zum Telemannstädte-Netzwerk zusammengeschlossen.
Unter dem Markenzeichen „Telemann 2017“ wollen sie den Barockkomponisten mit Konzerten, Tagungen, Ausstellungen und weiteren Veranstaltungsformaten würdigen und ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit rücken. Die Städte legten zur Eröffnungsfeier am 4. März ein umfassendes Programmbuch zum Telemannjahr 2017 vor. Hildesheim beteiligt sich mit Werken Telemanns selbst sowie mit zeitgenössischen Produktionen rund um seine Musik. Das „Gymnasium Andreanum“ als frühere Schule des weltberühmten Musikers eröffnet am 12. März in der Bischofsstadt die Riege der Veranstaltungen. Ein 12-seitiges Faltblatt für die Aufführungen in Hildesheim erschien am 9. März.

In Hildesheim verlebte der Komponist seine Jugend, hier erfuhr er die Förderung, die seinen weiteren Werdegang maßgeblich prägte: Georg Philipp Telemann begann seine musikalische Karriere als Schüler des „Gymnasium Andreanum“. In den vier Jahren an der Schule erlernte er mehrere Instrumente, hier komponierte er u.a. die „Singende und Klingende Geographie“. Bald schon folgten zahlreiche Aufträge für weitere Kompositionen. Ihn ehren in seinem 250. Todesjahr unter anderem die sieben deutschen Städte, in denen er lebte und arbeitete – sein Geburtsort Magdeburg, Clausthal-Zellerfeld, Hildesheim, Leipzig, Eisenach, Frankfurt am Main und Hamburg, wo er am 25. Juni 1767 starb – mit Veranstaltungen, die im Veranstaltungskalender des Telemannstädte-Netzwerks unter www.telemann2017.eu zusammengefasst sind.

Offiziell eröffnet wurde das Telemannjahr am 4. März in Magdeburg. In Hildesheim koordiniert die Stabsstelle für Kultur und Stiftungen der Stadt Hildesheim zusammen mit Hildesheim Marketing die Veranstaltungen. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer betont: "Georg Philipp Telemann hat als Schüler des ‚Gymnasium Andreanum‘ einen Teil seiner Jugend in Hildesheim verbracht und hier seine musikalische Ausbildung vorangetrieben. Auch heute noch wird in unserer Stadt – nicht nur am Andreanum, sondern zum Beispiel auch an der Musikschule – großer Wert auf die Förderung musischer Talente gelegt. Insofern ist Telemann ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart eine Stadt mit großartiger Kultur war und ist."

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Telemann_Programm_Titel 2017

Klassische und Kirchenkonzerte
Zahlreiche Konzerte mit Werken des Komponisten und seiner Weggefährten würdigen außerdem in der Bischofsstadt das spätbarocke Ausnahmetalent. Zu den Glanzstücken des Telemannjahres zählen die Aufführung des Oratoriums ‚Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu‘ am 27. April in St. Michael mit Gli Scarlattisti unter der Leitung von Jochen Arnold – kombiniert mit einer Literaturlesung des Schriftstellers Patrick Roth im Literaturhaus St. Jakobi Hildesheim sowie das Cembalo-Konzert „Telemannscher Tastenzauber“ am 28. April mit Bernhard Römer. Der Kantor und Organist der St.-Andreas-Kirche spielt in seinem Konzert im Rahmen der Reihe „klangRaum – Lettner-Konzerte“ unter anderem Stücke aus Georg Philipp Telemanns Tafelmusik. „Georg Philipp Telemann war eine europäische Berühmtheit. Als Schüler am Gymnasium Andreanum vervollkommnete er in Hildesheim seine musikalische Ausbildung. Daher ist es für uns Ehrensache, in unserer Stadt einen Künstler und Komponisten zu würdigen, der die Musikwelt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts maßgeblich prägen sollte“, unterstreicht Bernhard Römer, der auch Geschäftsführer des Kulturrings Hildesheim ist.

Ein weiterer Höhepunkt ist außerdem Telemanns „Johannespassion 1745“, die die Kantorei und das Orchester von St. Lamberti unter der Leitung des Kreiskantors des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt Helge Metzner am 19. März in St. Lamberti zur Aufführung bringt. Und im Theater für Niedersachsen (TfN) steht das 2. Sinfoniekonzert, das Telemann-Festkonzert am 15. Oktober, mit Werke von Telemann sowie seinen bedeutenden Zeitgenossen Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi mit dem Dirigenten und Barock-Spezialisten Michael Hofstetter auf dem Programm.

Ein „Festliches Trompetenkonzert“ mit dem Pfeiffer-Trompeten-Consort und dem Gewandhaussolopauker Mathias Müller sowie dem Organisten Andrej Naumovich am 10. Juni in der Kirche St. Lamberti rückt die Blasinstrumente in den Fokus. Ebenfalls in der St. Lamberti-Kirche folgt am Vorabend des Todestags, dem 24. Juni, „Telemann meets Bach“ mit dem Collegium Musicum Hildesheim und dem Chor UNICANTO unter der Leitung von Jochen Arnold, dem Direktor des Michaelisklosters Hildesheim: „In diesem Konzert treffen die großen Komponisten des Spätbarocks aufeinander“, kündigt Professor Arnold an. „Wir sind gespannt, wie Bachs Brandenburgisches Konzert No. 4 mit einer fast zeitgleich komponierten Psalmkantate Telemanns harmoniert. Schön für uns als Orchester Collegium Musicum Hildesheim war die Entdeckung, dass Bach in Leipzig das von Telemann gegründete Collegium Musicum Leipzig 1729 übernahm.“


„Kann man das tanzen?“
Eine zeitgenössische Produktion mit dem provokanten Titel „Kann man das tanzen?“ befindet sich derzeit in Planung. Professionelle Tänzerinnen erarbeiten dabei zusammen mit Jugendlichen in drei Städten eine Choreographie zu der Musik von Telemann. Das Projekt entsteht in Hildesheim, Premiere ist am 10. September im Theater für Niedersachsen, zieht dann weiter in seinen Geburtsort Magdeburg und endet in Hamburg, wo der Komponist vor 250 Jahren starb. Die moderne Tanzproduktion ist eine Kooperation zwischen dem Theaterpädagogischen Zentrum Hildesheim (TPZ), dem Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung der Landeshauptstadt Magdeburg, dem professionellen Ensemble Gli Scarlattisti und der Sticky Trace Company in Partnerschaft mit der Reihe „NDR Das Alte Werk“.

Barockoper im Theater für Niedersachsen
Im Theater für Niedersachsen (TfN) feiert am 2. Dezember Telemanns Barockoper „Orpheus oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ Premiere. Besonders spannend wird es für die Zuschauerinnen und Zuschauer sein, die authentisch barocke Aufführungspraxis zu erleben. Mit der belgischen
Regisseurin und Choreografin Sigrid T’Hooft nimmt sich eine Spezialistin der barocken Ausdrucksmöglichkeiten Telemanns Orpheus-Deutung an. Florian Ziemen, Generalmusikdirektor des TfN, hebt hervor: „Auch den meisten von uns war Telemanns Orpheus bis vor kurzem unbekannt. Und ausnahmslos alle, die sich nun mit diesem Werk beschäftigen, sind von der Begeisterung für die Kraft und Vielseitigkeit dieser Musik angesteckt. Man versteht, warum der heute manchmal als Amateur- und Vielschreiber belächelte Telemann damals der berühmteste Komponist des Landes war.“ In der St.-Andreas-Kirche endet dann am 17. Dezember das Telemannjahr in Hildesheim, wo neben Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium Teil I-III Weihnachtskantaten von Georg Philipp Telemann zur Aufführung kommen.

Informationen zum Telemannjahr
Ein ausführliches Programmbuch mit den Veranstaltungen der mitwirkenden Telemannjahr-Städte, das zur offiziellen Eröffnung des Telemannjahres 2017 am 4. März in Magdeburg erschien, liegt in einer begrenzten Auflage von 1.500 Exemplaren im Besucherzentrum Welterbe Hildesheim & tourist-information aus. Das Leporello mit dem gesamten Programm in Hildesheim gibt es ab 9. März ebenfalls im Besucherzentrum Welterbe Hildesheim & tourist-information sowie im Theater für Niedersachsen (TfN), Dommuseum Hildesheim, Kulturring Hildesheim, in St. Michaelis und St. Lamberti und kann außerdem im Internet unter www.hildesheim.de/telemann heruntergeladen werden. Das Programm aller beteiligten Telemann-Städte ist im Veranstaltungskalender des Telemannstädte-Netzwerks unter www.telemann2017.eu zu finden.

Veranstaltungsübersicht

15.10.2017
Suiten, Konzerte, Concerti grossi von Telemann, Händel und Vivald ... weiterlesen

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