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Kultur in der Region Hildesheim

Stadt gibt einen neuen Leitfaden zu inklusiven Veranstaltungen heraus

Die meisten Menschen mit Beein­trächtigungen werden nicht mit ihnen geboren: Rund 86 Prozent der Betroffenen erleiden diese erst im Laufe des Lebens durch Krankheit, Unfall oder altersbedingt. Laut Statistischem Bundesamt verfüg­ten im Jahr 2016 rund 7,6 Milli­onen Menschen in Deutschland über einen Schwerbehinderten­ausweis; das sind 9,3 Prozent der Bevölkerung. Um allen Personen mit Beeinträchtigung beim Sehen oder Hören, Einschränkung in der Mobilität oder einer kognitiven oder psychischen Beeinträchti­gung die Teilhabe an der Gesell­schaft und an Veranstaltungen zu ermöglichen, sind einige grundle­gende Maßnahmen notwendig. Jede Zielgruppe hat zudem eigene Bedürfnisse und Anforderungen an Barrierefreiheit. Welche das sind, darüber informiert ein neuer Leitfaden „1-2-3 Barrierefrei“, der in Form einer Broschüre von der Stabsstelle Demographie und Inklusion der Stadt Hildesheim in Kooperation mit Hildesheim Marketing erstellt wurde und ab sofort kostenfrei im Rathaus, im Kreishaus, im Besucherzentrum Welterbe und weiteren Institutionen in Stadt und Landkreis erhältlich ist.

„Als Universitäts- und Hochschulstandort begrüßt die Stadt Hildesheim jährlich viele nationale und internationale Gäste zu Tagungen und Workshops. Und auch unzählige Festivals, Konzerte, Ausstellungen, Opern, Schauspiele und Musicals finden hier ein begeistertes Publikum. Umso wichtiger ist für jede große und kleine Veranstaltung die ‚inklusive‘ Organisation, damit diese von Jeder oder Jedem, unabhängig von einer körperlich und/ oder geistigen Beeinträchtigung, besucht werden kann. Der Leitfaden gibt Tipps und Hinweise, wie Veranstaltungen barrierefrei und damit offen für alle werden. Checklisten fassen übersichtlich zusammen, wie Sie Ihre Veranstaltung so planen und durchführen können, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung daran teilnehmen können“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer.

Die wichtigsten Anforderungen sind ein „Design für Alle“, das mögli­che Beeinträchtigungen der Nut­zer und Nutzerinnen einbezieht, das Zwei-Sinne-Prinzip, das eine Informationsübermittlung beschreibt, die mindestens zwei der drei Sinne Sehen, Hören und Tasten gleich­zeitig anspricht, und das Prinzip KISS – „Keep It Short and Simple“: Für ein Problem ist der einfachsten Lösung der Vorrang zu geben. Informationen sollen kurz und einfach formuliert sein und entsprechend vermittelt werden.

„Wenn Sie diese Grundsätze und die im Leitfaden genau beschrie­benen Bedürfnisse der einzelnen Gruppen bei der Organisation Ihrer Veranstaltung beachten, er­möglichen Sie vielen Menschen mit Beeinträchtigung die Teilnah­me daran – oft sogar ohne großen Mehraufwand“, empfiehlt Renate Pischky-Winkler (Stabsstelle Demographie und Inklusion) allen Veranstalterinnen und Veranstaltern.

Der Leitfaden „1-2-3 Barrierefrei“ ist auch online unter www.hildesheim.de/barrierefreie-veranstaltungen erhältlich.

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Barrierefreie Veranstaltungen

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