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Kultur in der Region Hildesheim

Allgemeine Informationen

Mit Kunst und kulturellen Veranstaltungen zurück in die goldenen Zeiten des Jugendstils - in den Fachwerkhäusern Leinegarten ist dies nicht nur ein Wunsch gewesen, sondern auch Programm geworden. Das 250 Jahre alte Denkmalensemble, traditionsreich gelegen in der alten Hansestadt Gronau, war bereits vor einhundert Jahren ein Ort, an dem Kunst und Kultur als Elemente des häuslichen Lebens verstanden wurden. In den Häusern wurde gemalt, komponiert und gedichtet. Bei privaten Treffen im Salon stellten Familienmitglieder und Freunde ihre Werke vor und es gab Hauskonzerte, Lesungen und Ausstellungen.

Diese Tradition soll in den Fachwerkhäusern Leinegarten wieder aufleben. So erwarten den Besucher kulturelle Veranstaltungen in der Art, wie sie in den Salons der Jugendstilzeit üblich waren. In Zusammenarbeit mit Kulturvereinen, Initiativen und Kulturschaffenden werden Kammermusikabende, Lesungen, Ausstellungen, Tanz oder Gartentheater als ganzheitliche Events in schönem Rahmen, mit Dekoration und Getränken konzipiert. Einzelne Räumlichkeiten, wie der wunderschöne Salon, könnnen für verschiedene Anlässe gemietet werden. Außerdem gibt es zahlreiche Zimmer für Übernachtungsgäste.

In schöner Atmosphäre kann der Besucher im romantischen Garten Shakespeare in Originalsprache erleben, sich in der Kunst des Aquarellmalens versuchen oder Dichterlesungen lauschen. Daneben kann man junge Künstler und ihre verschiedensten Werke erleben.

Der Garten wurde erstmals 1750 nach dem großen Stadtbrand als Ziergarten damals noch mit einigen Obstbäumen angelegt. Er besteht aus den nach und nach zugekauften Hausgärten der Häuser Leintor 4 - Leintor 16 (nur gerade Hausnummern) und wurde im Laufe der Zeit an die gerade aktuellen "Gartenmoden" angepasst. Aus der Zeit um 1750 gibt es im Garten noch eine alte Linde und die damals sehr modischen Schneebeeren wurden bereits angepflanzt. Sträucher dieser Art wurden nur von Bürgern gepflanzt, die sich bereits einen Ziergarten leisten konnten. Nach dem Kauf 1840 durch die Besitzer von Ziegelei und Holzplatz, wurden nach und nach viele Bäume und auch Sträucher aus Nordamerika, Asien und nicht einheimische Arten aus Europa gepflanzt. Den dafür nötigen Kontakt in Übersee und Asien hatten die Besitzer durch Ihre Holzhandlung. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden so genannte Sitzgrotten aus glitzernden Steinen des Eimer Gipsbergbaus angelegt. Gartenbeete wurden mit diesen Steinen eingefasst und es kamen Rosenbeete hinzu. Die Rosen dieser Zeit sind europäische, meist englische Züchtungen. Einige davon sind noch in Strauchbeeten vorhanden. Da es sich dabei um wurzelechte Rosen handelt, sind wir sehr bemüht, diese Arten in unserem Garten weiterzukultivieren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde nicht nur das Haus im Jugendstil modernisiert und erhielt unter anderem den Jugendstilsaal mit den beiden angeschlossenen Wintergärten, sondern auch der Garten wurde umgestaltet und erhielt eine Terrasse mit Schattenbeet, in dem Farne und weiß bis grünlich blühende Stauden und Schneeglöckchen grünen. Vor der neuen Rotunde wurde ein Lichthof mit Rankpflanzen und Stauden angelegt. In der Mitte gab es einen kleinen Springbrunnen, der zwar noch vorhanden ist, aber nicht mehr funktioniert.
Zusätzlich zu den vorhandenen Bäumen wurden Robinien sowie eine Federlinde und eine Kopfbuche gepflanzt und das gesamte Haus mit wildem Wein und Efeu berankt. Die gesamte Wegeführung im Garten wurde umgeändert. Dazu wurden die heute noch vorhandenen Rundbeete angelegt.

Im hinteren Gartenteil des mit Mauern umgebenen Gartens wurde auch begonnen, nichteinheimisches Gemüse wie z. B. Artischocken und Paprika anzubauen. Dazu war ein Gewächshaus vorhanden. Für Obst und einheimisches Gemüse musste der Garten damals nicht genutzt werden, weil dafür noch 2 Gärten an der Leine und eine Obstwiese zur Verfügung standen. Ca 1930 wurde das letzte Stück Garten im linken hinteren Bereich dazu gekauft. In diesem Bereich wurde ein Hügel mit einer Terrasse angelegt, die hinter Nadelbäumen vom Vorderhaus aus nicht einsehbar war. Der Nordhang davon wurde als Steingarten angelegt. Der flach auslaufende Westhang ist mit Spirea, Salomonsiegel und Efeu und anderen modischen Pflanzen aus den 30er und 40er Jahren angelegt. Nach dem 2. Weltkrieg war auch diese Familie auf den Anbau von etwas Obst und Gemüse in diesem Garten angewiesen. Die Obstwiesen und Gärten warten noch immer im Besitz der Familie, doch wurde soviel gestohlen, dass man auch am Haus hinter Mauern Obstbäume im hinteren Bereich des Gartens pflanzte. Damals sind auch die ummauerten Hochbeete als Frühbeete angelegt worden.

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