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Kultur in der Region Hildesheim

Draussen in der Natur

Gärten und Parkanlagen

Mehrere Spielplätze

Zu finden: an der Kirche und im Neubaugebiet an der Steinkuhle

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Spielplatz_Kirche © Verena Bloch
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SpielplatzKirche2 © Verena Bloch

Sowohl an der Kirche als auch im Wohngebiet „An der Steinkuhle“ haben die Brüggener für ihren Nachwuchs Spielplätze angelegt, die ganztägig geöffnet sind.

Schlosspark

Zu finden: auf der Rückseite des Schlosses

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SchlossBrueggen RuckseitePark
Der Schlosspark von Brüggen gehörte, wie einige andere historische Gärten im Landkreis Hildesheim, zu den schönsten Barockgärten seiner Zeit. Das große Rasenoval vor dem Schloss lässt noch ansatzweise die Ausdehnung des ursprünglichen Gartens erkennen. Im Zeitalter des Klassizismus und der Romantik wurde der Park auf der Rückseite des Schlosses später in einen Garten nach englischem Vorbild zu einem Landschaftsgarten mit großen Rasenflächen umgestaltet, so dass das mehr als 44 000 qm große Gelände wegen seines alten Baumbestands und seiner neuen Gestaltung, die das Leinetal optisch mit einbezieht, eine sehenswerte Anlage geblieben ist. Der Park wird nach Westen und Süden hin von der Leine und im Norden und Osten von einer hohen Natursteinmauer begrenzt.

Obwohl der Garten für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, wissen eingefleischte Brüggener zu berichten, dass Tennisplatz und Übungswand des Gottfried von Cramm im Schlosspark bis heute erhalten sind.

Biotope

Bahnhofskolk, Spatzenkolk und Drei-Gewölbe-Kolk

Zu finden: An der L 480 Ri. B3, Orts auswärts auf der linken und rechten Seite der Straße

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Fließende Leine kurz vor dem Wasserfall Brüggen, Blickrichtung Südwest © Werner Sührig
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Brüggener Wasserfall, fließende Leine © Werner Sührig
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Brüggener Wasserfall, fließende Leine2 © Werner Sührig
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Kies-SeeBeiBrueggen3 © Werner Sührig
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Schwäne im Winter, im Mittelgrund die Drei-Gewölbe-Brücke, hinten der O-Berg, Blickrichtung Norden © Werner Sührig
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Kies-SeeBeiBrueggen5 © Werner Sührig
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Kies-SeeBeiBrueggen6 © Werner Sührig
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Drei-Gewölbe-Kolk © Werner Sührig
Westlich von Brüggen haben sich im Leinetal im Laufe der Zeit sogenannte Kolke entwickelt. Als Kolk bezeichnet man die durch strudelndes Geröll entstandene Vertiefungen in einem Flussbett, an Küsten oder am Untergrund von Gletschern. Drei-Gewölbe-Kolk und Spatzenkolk nennen die Brüggener zwei der ehemals vier alten Leinearme, über die der Fluss einst durch das Leinetal bei Brüggen floss. Der Bahnhofskolk hat seinen Namen durch den einst in der Nähe gelegenen Brüggener Bahnhaltepunktes erhalten und ist infolge von Auskolkungen bei starkem Leinehochwasser entstanden. Dort hatten sich die Brüggener früher eine Badestelle mit kleinem Sprungbrett eingerichtet.

Alle drei Kolke liegen am westlichen Zubringer zur B 3, der früher Steinweg genannt wurde und sind Nist- und Brutstätten für zahlreiche Vogelarten. Bahnhofs- und Drei-Gewölbekolk werden von Brücken überspannt, letztere steht unter Denkmalschutz.

Storchennest

Zu finden: Den Ort über die L480 Ri. B3 verlassen und vor dem Bahnübergang links zu den Kiesteichen abbiegen. Das Storchennest liegt hinter den Kiesteichen.

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Hinweis_zum_Storchennest © Verena Bloch

Auf Initiative aus Alfeld wurden im Leinetal schon vor Jahren Nist- und Bruthilfen für Störche aufgestellt. So auch in der Nähe der Kiesteiche von Brüggen, wo seitdem schon mehrere Generationen junger Störche das Licht der Welt erblickten.

Besondere Vegetation

Die Höhenzüge der Sieben Berge, zu denen der Tafelberg oberhalb Brüggens als nördlichster Ausläufer gehört, sind eine wahre Schatzkammer schönster Pflanzen. Hier kann man im Verlaufe eines Jahres einen großen botanischen Reichtum bewundern. Die Kalk-Trockenhangwälder der Sieben Berge sind von herausragender Bedeutung für den Naturschutz, denn viele der hier vorkommenden Pflanzen sind als selten und daher besonders schützenswert einzustufen.

Der Tafelberg ist insbesondere für seine Blütenpracht im Frühjahr bekannt. Hier kann man ausgedehnte Flächen an Märzenbechern, Grünem Nieswurz, Wiesen-Schlüsselblumen und Hohlem Lerchensporn erleben, die ebenfalls einen großen floristischen Schatz darstellen und deren Schutz dem Verein Hohe Tafel e.V. Brüggen/Rheden ein Anliegen ist.

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Hohe_Tafel2 © Verena Bloch
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Hohe_Tafel3 © Verena Bloch
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Hohe_Tafel4 © Verena Bloch
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Hohe_Tafel5 © Verena Bloch
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Hohe_Tafel6 © Verena Bloch

In der kleinen Broschüre über Die botanischen Kostbarkeiten der Sieben Berge bittet der Verein Hohe Tafel e.V. daher alle Wanderer und interessierten Besucher eindringlich darum, die gesetzlichen Vorgaben zum Artenschutz zu beachten, damit auch kommenden Generationen der Begriff Artenvielfalt kein Fremdwort ist, sondern Flora und Fauna und deren Schönheit auch künftig die Menschen erfreuen und staunen lassen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Fotos der Broschüre in den Sieben Bergen aufgenommen worden.

Zum Tafelberg startet man von Brüggen aus am besten von der Wanderschutzhütte oberhalb Brüggens.

Magische Orte

Teichgartenquelle

Zu finden: Teichgarten

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Teichgartenquelle3 © Rolf Ike, Brüggen

Vom Wasser der Teichgartenquelle erzählte man sich in Brüggen einst, dass es ein Wundermittel gegen Augenleiden sei, doch Werner Sührig aus Brüggen hält es in jedem Fall für ratsamer, bei Beschwerden dieser Art einen Arzt aufzusuchen.

Die Kirchengemeinde von Brüggen schöpft jedoch in der Nacht vom Karsamstag auf den Ostertag das Osterwasser in der Teichgartenquelle. Außerdem werden die Täuflinge in Brüggen mit diesem Wasser getauft. Dazu holt der Vater des Täuflings am Tag vor der Taufe Wasser aus der Quelle am Teichgarten.

Naturdenkmäler

Die Eiche an der Kirche

Sieht man von den alten und prächtigen Bäumen im für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Schlosspark ab, so ist die große Eiche zu erwähnen, die die Brüggener im Gedenken an die Völkerschlacht bei Leipzig an der Kirche pflanzten.

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BrueggenDorfplatz_ZumLee © Verena Bloch

Aussichtspunkte

Tafelbergturm

Zu finden: Auf dem Tafelberg

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Hohe_Tafel_Turm1 © Verena Bloch
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Hohe_Tafel_Turm2 © Verena Bloch

Der erste Aussichtsturm auf dem Tafelberg wurde in den 80er-Jahren des 19. Jh. gebaut. Von diesem Holzturm ist nichts erhalten geblieben. Auf besondere Initiative des in Brüggen geborenen Gärtnermeisters Ernst Binnewies wurde im Winter 1925 ein Verein gegründet, der sich den Neubau eines massiven Aussichtsturmes zum Ziel setzte. Diese Initiative fand nicht nur breite Unterstützung in der Bevölkerung und den Medien von Alfeld, Brüggen, Gronau und Rheden, sondern wurde auch von offiziellen Stellen der zuständigen Landkreise befürwortet. Im Mai 1926 begann man mit dem Bau des Turmes und bereits im August desselben Jahres fand die Einweihungsfeier statt. Von nun an fand dort während der Sommermonate täglich ein Ausschank durch einen beauftragten Turmwirt statt, darüber hinaus stand der Turm unter Aufsicht eines Turmwartes. Während der Zeit zwischen 1938 und 1957 war keine Bewirtung möglich und am Turm und der zugehörigen Schutzhütte kam es zu erheblichen baulichen Schäden.

Erst im Gründungsjahr der Samtgemeinde Gronau 1974 wurde der Tafelbergturm als Baudenkmal eingestuft. Es fanden erste Renovierungsarbeiten statt, die aber bald zum Erliegen kamen. Im Jahre 1991 gründete sich der Förderverein Hohe Tafel e.V. und mit Unterstützung aus den Gemeinden Brüggen und Rheden kam eine zweite Renovierungsphase in Gang. Im Mai 1993 konnte der Turm an den Verein übergeben werden, der sich seitdem um seine Erhaltung kümmert. Im Laufe der Jahre wurden Sitzgruppen und Wegweiser in seiner Umgebung aufgestellt, der Turm mehrfach gestrichen und ein Wetterunterstand errichtet. Seitdem findet außerdem jährlich an jedem 1. Mai und am Himmelfahrtstag wieder ein Ausschank statt.

Das gesamte Gelände rund um den Turm, der in Erinnerung an seinen einstigen Initiator auch „Ernst-Binnewies-Turm“ genannt wird, steht mit seinen Sitzgelegenheiten allen Spaziergängern und Wanderern zu Verfügung und vom Turm aus hat man eine wunderbare Aussicht auf Landschaft und Wälder des Landkreises.

Rad- und Wanderwege

Im Leinebergland bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen zu Fuß oder per Fahrrad, die man unter https://www.sg-leinebergland.de/ unter dem Stichwort Tourismus /Erholung findet.

Rund um Brüggen kann man auf unterschiedlichen Routen zu Fuß oder per Fahrrad auf Wanderschaft gehen. Bester Startpunkt für eine Wanderung zu Fuß ist die Wanderschutzhütte am Waldrand oberhalb von Brüggen. Dazu dem Kirschweg etwa 2 km bis zum Wald und zur Hönzen-Hütte folgen. Dort findet man Informationstafeln und Wegweiser.

Hier eine kleine Auswahl, die sich von Brüggen aus anbietet.

Wanderwege am Tafelberg

Den Tafelberg oberhalb Brüggens kann man über mehrere Wanderwege erkunden. Eine besonders schöne Wegstrecke führt von Brüggen aus zum Tafelbergturm, dem Aussichtspunkt auf dem Tafelberg. Dieser Weg ist zu jeder Jahreszeit reizvoll, aber besonders im Frühling empfehlenswert. Zu dieser Zeit stehen dort große Flächen von Märzenbechern, Schlüsselblumen und Lerchensporn in voller Blüte. Eine Wegbeschreibung zum Tafelberg und seinem hohen Aussichtsturm findet man hier.

Königsweg (Brüggen-Werla)

An der Außenmauer des Brüggener Schlossgutes entdecken aufmerksame Besucher schnell ein Hinweisschild, dem zu entnehmen ist, dass man sich hier auf wahrhaft historischem Boden befindet. Von hier aus kann man auf dem uralten Königsweg, auf dem schon zur Zeit der sächsischen Könige und Kaiser Otto I. mit seinem Gefolge reiste, über den Rennstieg nach Königsdahlum und bis zur Kaiserpfalz Werla wandern oder sich zur Kaiserpfalz Goslar aufmachen. Folgen Sie der goldenen Krone, nehmen Sie diesen informativen 2016 erschienenen Wanderführer mit ins Gepäck und werfen Sie außerdem hier bzw. hier einen Blick hinein.

Wenn Sie gleich von hier aus starten möchten, sollten Sie sich auf den Weg zur Wanderschutzhütte oberhalb Brüggens aufmachen, der Hönzen-Hütte. Dort werden Sie auf umfangreiche Informationen, Karten und Wegweiser zum Königsweg stoßen.

Hödeken Wanderweg (Der „Rote Hödeken“- Sieben Berge Schleife)

Die Hödeken-Wanderwege sind als gemeinsames Projekt der Kommunen Alfeld, Freden, Gronau, Lamspringe und Sibbesse entstanden, als sich diese zur Region Leinebergland zusammenschlossen. Das Projekt wird im Wesentlichen von Ehrenamtlichen des Kreisheimatbundes und des Ornithologischen Vereins Hildesheim getragen.

Zu den Hödeken-Wanderwegen gehören fünf Wege, die durch die geschichtsträchtige Landschaft der Sieben Berge, den Vorbergen und den Sackwald führen und eine einmalige Artenvielfalt ausweisen. Auf insgesamt 120 Kilometern können Wanderfreunde dem Symbol des Hödeken, einer kleinen stilisierten Hödeken-Figur oder auch nur einem spitzen Hut mit Feder folgen. Jeder der fünf Wege ist in einer anderen Farbe ausgeschildert.

Der Hödeken, dessen Namen von diesem Hut abgeleitet wird, ist eine koboldartige zwergenhafte Sagengestalt des Leineberglands, von der man sich erzählt, dass sie einst als Bote Nachrichten zwischen Hildesheim und Winzenburg übermittelte. Der Weg, den Hödeken von Winzenburg zum Hildesheimer Domhof entlangeilte, um dem Bischof die Nachricht vom Tod des letzten Winzenburger Grafen mitzuteilen, wird daher „Rennstieg“ genannt. Auch die Gebrüder Grimm beschreiben den Hödeken in ihrer Sagensammlung von 1816 als hilfreichen Hausgeist des Bischofs von Hildesheim. Wer mehr über diesen Kobold erfahren will, kann sich allerlei Geschichten von Petra Hartmann erzählen lassen, die sie in einem kleinen Buch zusammengestellt hat.

Durch Brüggener Gebiet führt ein roter Hödeken-Hut Interessierte auf einem Teilstück der Sieben-Berge-Schleife zum Tafelturm auf dem Tafelberg, zum Brüggener Schloss und zur Kirche von Brüggen. Mehr Informationen findet man an der Brüggener Wanderschutzhütte am Waldrand und unter

https://www.region-leinebergland.de/seite/303451/wandern.html

Leine-Heide-Radweg

Der Leine-Heide-Radweg verbindet über 413 km und in sechs Etappen zwischen 50 und 80 Kilometern die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Leineberglandes mit der Lüneburger Heide und der Hansestadt Hamburg. In der dritten Etappe führt er durch die Region Hildesheim und dort auch durch die Samtgemeinde Gronau.

Abschnitt 3: Alfeld – Hannover – 62 km

Alfeld – Brüggen – Gronau – Elze – Burgstemmen – Nordstemmen – Schulenburg – Jeinsen – Schliekum – Rethen – Laatzen – Hannover

Diese Etappe durch das Leinebergland und das Calenberger Land bietet eine Vielzahl an landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten. Hier wechselt die Route von der Mittelgebirgslandschaft in die norddeutsche Tiefebene. Reizvolle Orte wie Gronau mit seinen ehemaligen Adelshöfen und Elze mit wunderschönen Fachwerkhäusern liegen an der Strecke, außerdem gibt es barocke Kirchen und in der näheren Umgebung einige Burgen zu besichtigen. Von Nordstemmen aus lohnt sich ein Abstecher ins 15 km entfernte Hildesheim mit seinen beiden UNESCO Welterbe-Kirchen. Wer auf dem Leine-Heide-Radweg weiterradelt, erblickt schon bald die Silhouette der Marienburg. Das Schloss im neugotischen Stil wurde von Conrad Wilhelm Hase im Auftrag des letzten Welfenkönigs, Georg des V., erbaut. Es war ein Geschenk des Königs an seine Frau Königin Marie. Auffällig ist der mächtige Burgfried, der von Zinnen und Ecktürmchen umgeben ist. Ein vollständiger Bauabschluss des Schlosses erfolgte nicht, da während der letzten Bauphase im Jahr 1866 das Königreich Hannover von der preußischen Armee besetzt wurde. Die Route führt weiter durch die Leineaue und entlang des Maschsees in die Messestadt Hannover. Neben den Herrenhäuser Gärten, wo im Sommer zahlreiche Open-air-Veranstaltungen stattfinden, sind die Altstadt, die zahlreichern Museen und der Erlebniszoo Hannover auf jeden Fall einen Besuch wert. Äußerst beliebt ist auch der Flohmarkt in der Innenstadt Hannover, der jeden Samstagvormittag stattfindet. (aus dem Leine-Heide-Radweg-Handbuch, S.18)

Umfangreiche Informationen finden interessierte Radler unter www.leineheideradweg.de.

Dort erhält man Kartenmaterial, Wegbeschreibungen und Adressen von Gaststätten und Übernachtungsangeboten. Das Leine-Heide-Radweg-Handbuch kann als pdf-Datei heruntergeladen werden, in kurzen Videos werden die einzelnen Etappen vorgestellt.

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