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Interessant + Wissenswert

Sagen und Geschichten

Sage von den zwei Riesen und der Feldberger Kapelle

Obwohl es in Dötzum nie eine Kirche oder Kapelle gegeben hat, wird in der Sage von den zwei Riesen genau davon berichtet. In dieser Sage heißt es wie folgt:

Vor langer Zeit lebten zwei Riesen in der Nähe des kleinen Dötfchens Dötzum, hier in unserer Gegend. Sie drohten den Bewohnern, das Dorf zu verwüsten, wenn diese nicht in bestimmten Abständen den Riesen ein Stück Vieh abgeben würden.

Den armen Leuten bleib in ihrer Angst nichts weiter übrig, als das zu tun, was die Riesen verlangten. Also banden sie vor dem Dorf mal eine Ziege, mal ein Schaf oder ein anderes Tier an. Bei Dunkelheit kamen dann die Riesen, schnappten sich das Tier und fraßen es auf.

Das ging so lange, bis die Dorfbewohner fast kein Vieh mehr hatten und selber dann auch nicht mehr leben konnten. So beschlossen sie, den Riesen fortan kein Vieh mehr zu geben und zitterten vor Angst, was mit ihrem Dorf wohl nun geschehen würde.

Die Riesen wurden wütend und tobten und überlegten, was denn wohl das Schlimmste sein könnte, was sie den Dötzumern antun könnten. Dabei kam ihnen die Idee, die Kapelle, das kleine Gotteshaus, welches in Dötzum stand, zu stehlen. Sie packten die Kapelle und liefen damit gen Westen, so schnell sie eben konnten.

Nun war aber der eine Riese blind und der andere lahm, und als sie die Leine überqueren mussten, sah der Blinde, der vorweg ging, den Fluss nicht. Er kam fürchterlich ins Stolpern und sein lahmer Hintermann auch. Sie konnten die Kapelle nicht mehr halten und sie landete in hohem Bogen am gegenüber liegenden Ufer auf einer Anhöhe. (Später war dort das Dorf Feldbergen.)

Die Riesen schleppten sich mit letzter Kraft aus dem Wasser, über den Bantelner Weg auf die Allee und mussten ihr Leben lassen. Heute noch sieht man die Stelle, an der sie gestorben sind: zwei Hügel am Bantelner Weg, genannt "die Riesenrippen".

Berühmte Persönlichkeiten

Marie Johannssen

Marie Johannssen, die Ehefrau des Dötzumer Gutsverwalters Ernst Johannssen, machte sich besonders verdient durch ihre Arbeit für den Kreisverband des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Alfeld. In diesem war sie über lange Jahre Leiterin der Frauenarbeit und wurde 1971 für ihr Engagement mit dem Ehrenring des Kreises Alfeld ausgezeichnet.

Spuren von historischen Produktionsstätten

Schmiede, auf dem Gutshof
Zu finden: Am Pfingstanger 1

Mitten auf dem Gutshof Dötzum steht ein kleineres Gebäude aus rotem Ziegel. In diesem befand sich früher die Gutsschmiede. Als solche wird es heute nicht mehr genutzt, soll aber in naher Zukunft zu einem Wohnhaus hergerichtet werden.

Backhaus, Hof Richter
Zu finden: Am Pfingstanger 2

Auf dem Hof Richter, dem ehemaligen Ackermannhof Knackstedt kann man noch heute ein funktionierendes Backhaus finden. Nachdem August Knackstedt den Hof 1817 von seinem Vater Johann Friedrich übernommen hatte, ließ er es im Garten der Hofanlage errichten.

Transformatorturm, Hof Tenne
Zu finden: Am Pfingstanger 4

Einerlei, von welcher Seite aus man sich Dötzum nähert kann man schon früh einen Turm ausmachen, den Ortsfremde zunächst für einen Kirchturm halten. Tatsächlich aber hat es in Dötzum nie eine Kirche oder Kapelle gegeben. Der Turm gehört vielmehr zur Hofanlage des Landwirts Tenne. Friedrich Tenne setzte schon früh alles daran, seinen Betrieb bereits vor der allgemeinen Stromversorgung selbst mit elektrischem Strom auszustatten – eine Idee, die im Dorf damals zu einigem Erstaunen und Unverständnis führte. Tenne ließ sich jedoch nicht beirren und auf eigenen Kosten einen hofeigenen Transformator installieren, der sich seitdem in einem schmucken Fachwerkturm befindet.

Wirtschaftsbetriebe

Obst- und Gemüsehalle Wischmann
Zu finden: Schafsanger 1, 31028 Dötzum
Telefon: 05182 / 94 64 94

Der Obst- und Gemüsehandel der Familie Wischmann in Dötzum vertreibt seine Waren direkt im Dorf und außerdem auf dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag in Alfeld.

Öffnungszeiten in Dötzum: dienstags und freitags 9.00 bis 18.00 Uhr, donnerstags 9.00 bis 13.00 Uhr.