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Kultur in der Region Hildesheim

Draußen in der Natur

Gärten und Parkanlagen

Schwanenteich

Zu finden: Zum Schwanenteich

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Schwanenteich Hary © Verena Bloch

Am Westrand von Hary liegt der Feuerlöschteich des Ortes mit Namen Schwanenteich. Wenn auch heute von Schwänen nichts zu sehen ist, so werden sie sicher Grund für diese Namensgebung gewesen sein.

Ältere Bewohner Harys wissen zu berichten, dass sie in diesem Teich ihre ersten Schwimmzüge getätigt haben. In der Dorfchronik ist nachzulesen, dass im Sommer 1914 vom Lehrer Heinrich Bock hier kurzerhand eine Badeanstalt eingerichtet wurde.

Zu diesem Zweck wurde der teich von zwei Seiten eingefriedet und an der westseite ein kleines Häuschen zum Umkleiden und zur Aufbewahreung der Schwimmgeräte gebaut. Den Teich schützte man im Westen durch eine hohe Bretterwand. Die kinder und die jungen Leute nutzten diese "Bade-Anstalt" sehr fleißig.
(aus: Dorfchronik Hary-Bönnien-Störy, AG Dorfchronik, 1989, S. 166)

Von all diesen Einrichtungen nichts erhalten geblieben, doch durch das Entfernen von Wildwuchs, allzu hochgewachsener Tannen und die Anpflanzung einer Buchenhecke ist das Gelände rund um den Schwanenteich zu einer wildromantischen Grünanlage und einem Rückzugspunkt des Ortes geworden. Aus Sicherheitsgründen umgibt den Teich ein Holzzaun. Den Pavillon stellte die Dorfgemeinschaft anlässlig der 850-Jahrfeier 1993 auf.

Spielplatz

Zu finden: Prinzenstraße, auf dem Gelände der alten Schule/des Kindergartens St. Katharinen

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Spielplatz Hary © Verena Bloch

Auf dem Grüngelände zwischen alter Schule, Kirche und Pfarrhaus hat man in Hary einen großen Spielplatz mit Spielgeräten eingerichtet, der vormittags vom Spielkreis genutzt wird und darüber hinaus ganztägig allen Kindern des Ortes zur Verfügung steht.

Biotope

Am Rotterbach

Zu finden: zwischen der B243 und Hary

Siehe Biotope Bönnien

Am Weghaus

Zu finden: zwischen der B 243 und Hary

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Am Weghaus (1)
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Am Weghaus (2)
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Am Weghaus (3)

Rechts der Straße liegt das Schutzgebiet Am Weghaus, das von der Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz Ambergau e.V. unterhalten wird. In dem zum Verein gehörenden Teil des Pappelwaldes wurden die meisten Bäume gefällt. Hier wurde ein größerer Tümpel angelegt. Entlang der Straße säumen artenreiche Hecken die Wiesenflächen. Die untere feuchte, nährstoffreiche Wiese wird jährlich gemäht und das Mähgut als Heu verwertet. Im oberen Wiesengelände wird die Mahd unregelmäßig durchgeführt. Auf diesem Teilstück wurde ein kleiner Tümpel geschaffen. Zahlreiche Vogelarten haben hier ihr Brut- oder/und Nahrungsbiotop. Mehrere Wildarten kommen im oberen Bereich regelmäßig vor.

Naturdenkmäler

Lutherlinde

Zu finden: auf dem Kirchhof

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Lutherlinde Hary © Verena Bloch

Die Lutherlinde an der Katharinenkirche wurde im Jahre 1883 zu Ehren Martin Luthers anlässlich seines 400. Geburtstages von den Lehrern und Schülern der Haryer Schule gepflanzt. Für ihr stolzes Alter von über 130 Jahren trägt der Baum eine recht kleine Krone, was an der regelmäßigen Pflege und dem damit zusammenhängenden Rückschnitt liegt. Das Alter der Linde ist jedoch dem Sandstein vor ihrem kräftigen und altersgemäßem Stamm zu entnehmen.

Radwege

Strecke: Bockenem – Nette – Holle – Bockenem
Länge: 38 km

Start ist am Hotel Kniep in Bockenem in der Altstadt. Das Stadtrecht existiert seit 1300. Hier gibt es einen großen und schöngestalteten Marktplatz und die gotische Hallenkirche St. Pankratius, eine historische Superintendentur aus dem Jahre 1584. In Bockenem befindet sich auch das bekannte Turmuhren- und Heimatmuseum, das sogenannte Alte Dorf im malerischen Straßenzug Winkel mit Beguinenhaus und Heiliggeist-Kapelle. Die prägende Fachwerksubstanz der Altstadt stammt mit wenigen Ausnahmen aus der Zeit nach 1847, als Bockenem zu 90 Prozent eingeäschert wurde.

Weiter geht es nach Königsdahlum. An der Ostseite in exponierter Lage, auf einem Terrassensporn über der Nette, liegt die Stelle der mittelalterlichen Kaiserpfalz Dahlum. Am Fluss steht die historische Mühle, im Dorf am Westrand der Spenglersche Hof, eines der ältesten Bauernhäuser des Landkreises. Die größte Doline Niedersachsens liegt 400 m oberhalb des Verbindungsweges von Königsdahlum nach Hary. Anbei die sogenannte Dillsburg, ehemaliger Alterssitz des Bockenemer Turmuhrenfabrikanten Johann-Friedrich Weule.

In Hary finden Sie ein sehr gepflegtes Ortsbild und einige sogenannte Rübenburgen.

Die Fahrt führt in den Ort Störy mit einem schönen Thieplatz und alter Bauernkirche.

Weiter geht es nach Upstedt, wo auf dem Thieplatz die berühmte 1000-jährige Linde steht. Sehenswert ist auch das hübsche Häuser-Ensemble im Bereich der Dorfkirche.

Nette: Hier gibt es ein Pfarrhaus mit schönem Fachwerk zu bestaunen, ebenso die Dreifaltigkeitskirche mit von Wrisbergschem Wappen über dem Portal und mit sehenswertem Inneren.

Nach circa 5 km erreichen Radfahrer das Wasserschloss Söder, eines der schönsten Barockschlösser Niedersachsens, umgeben von einer großen Parkanlage. Es wurde im Jahr 1742 erbaut und im Jahre 1796 unter Moritz von Brabeck umgestaltet. Um 1800 war es kultureller Mittelpunkt des Hildesheimer Landes.

Der Weg führt weiter zum Schloss (Kloster) Derneburg (km 8,8), das im Jahre 1213 ein Kloster der Augustinerinnen war. Von 1443 bis zur Säkularisation 1803 - mit Unterbrechungen - diente es den Zisterziensern. Es ist eine beschauliche Anlage mit Wirtschaftshof und Fischteichen. Seit 1814 war es im Besitz der Grafen von Münster, die das Kloster zum Schloss umbauten und einen großen Landschaftspark romantisch-klassizistischer Prägung anlegten. Seit 1974 war beides im Besitz des bekannten deutschen Künstlers Georg Baselitz, der hier seinen Wohnsitz hatte und im Schlosspark außerdem ein großes Atelier errichten ließ. Im Jahre 2006 wurde der amerikanischen Kunstsammler Andrew Hall neuer Besitzer.

Ein Hinweis zum Lavespfad und dem Glashaus: Die unter dem Grafen von Münster in Derneburg vorgenommenen Umbauten wurden von dem damals vor allem in Hannover tätigen Baumeister Georg Friedrich Laves geleitet. Er schuf in Derneburg Bauten wie das Schloss, das Glashaus, das Kutscherhaus, die Mühle, die Fischerhäuser, das Mausoleum, den Tempel, schließlich die gesamte Parkanlage. Ein Rundweg erschließt alle diese Objekte. In dem mit einer Restauration verbundenen Glashaus erfährt der Besucher weiteres über die historischen Zusammenhänge.

Die weitere Fahrt führt an Holle vorbei, dem ehemaligen Zentrum des unteren Ambergaus. Hier gibt es ein sehenswertes Heimatmuseum.

Danach geht es weiter nach Sottrum. Am Anfangs des Dorfes liegt am Radweg die Zehntscheune. In der Ortsmitte steht die interessante Barockkirche und zur Nette hin eine ehemalige Mühle.

Der Ambergau-Radweg führt unterhalb der mächtigen mittelalterlichen Burg Wohldenberg vorbei. Sie war im Hochmittelalter Sitz der Ambergau-Grafen. Ihre Zerstörung erfolgte im Dreißigjährigen Krieg, vor allem durch das Heer Piccolominis. Erhalten sind die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wiedererrichtete Vorburg, der 26 m hohe Bergfried und die barocke und weithin bekannte Hubertuskapelle, die aus dem Jahr 1731 stammt.

Sie erreichen das Gut Nienhagen, ein ehemaliges Herrenhaus derer von Bortfeld, die das Gut im 15. und 16. Jahrhundert besaßen (siehe auch den hier vorhandenen Schnitzbalken).

Das Schloss Henneckenrode wurde 1579/80 unter Heinrich v. Salder erbaut. Die sehenswerte Burgkapelle mit Flügelaltar wurde 1597 unter Burchard von Salder erschaffen. Seit 1831/38 dient das Schloß als Waisenhaus, das in der heutigen Zeit von den Franziskanerinnen geführt wird. Sie sehen hier eine sehr markante Schloßanlage mit einem großen Wirtschaftshof und historischer Wassermühle. Das schönes Ortsbild des Dorfes Henneckenrode lädt für einen Augenblick zum Verweilen ein.

In Werder liegt an der Ostseite eine ehemalige Mühle, hier stand einst auch die nicht mehr vorhandene mittelalterliche Wasserburg, von der die Grafschaftsrechte über den Ambergau ausgeübt wurden. Werder wird alljährlich von Hochwassern heimgesucht und leidet dann unter Überschwemmungen. Unterhalb der Nettebrücke und des Reiterhofes liegt weites Wiesenland.

Gegebenenfalls bietet sich ein Abstecher zum ehemaligen Schloss derer von Cramm in Volkersheim an, heute ein DRK-Alten- und Pflegeheim. Die Ortsmitte mit St.-Georgskirche ist sehenswert.

Nach weiteren 2 km führt der Weg zurück nach Bockenem.

Ambergauradweg

Mit einem neuen touristischen Angebot werben die Städte Seesen, Bockenem und Holle zukünftig gemeinsam. Auf 32 Kilometern können Radfahrer jetzt den einheitlich ausgeschilderten „Ambergau Radweg“ erfahren.

Der neue Radweg zwischen Seesen und Derneburg schließt die Lücke zwischen dem Fernradweg R 1 und dem „Innerste Radweg“ und stellt damit eine hervorragende Ergänzung des touristischen Radverkehrsangebots der Region dar.
In einer Projektzeit von nur gut einem Jahr wurden die Voraussetzungen für einen einheitlich ausgeschilderten Radweg geschaffen. Durch die idyllische Landschaft des Ambergaus führt der Radweg von Seesen aus über Rhüden, Bornum, Bockenem, Henneckenrode nach Holle und endet in Derneburg.

32 Kilometer „genussradeln“ sind garantiert. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für unbürokratische interkommunale Zusammenarbeit, auch über Kreisgrenzen hinweg. Der neue Radweg wird nicht nur mit einem Flyer beworben. Aktuelle Informationen gibt es auf der eigenen Internetseite unter www.ambergau-radweg.de. Dort findet man neben der Streckenbeschreibung und GPS-Daten auch aktuelle Informationen zu Veranstaltungen entlang des Radweges.

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Telefon: 0 51 21/ 309 6010
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