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Kultur in der Region Hildesheim

Nützlich + Praktisch

Kindergärten und Schulen

Da Königsdahlum über keinen eigenen Kindergarten verfügt, besuchen die hier wohnenden Klein- und Vorschulkinder Kinderkrippen und Kindertagesstätten in anderen Ortsteilen der Stadtgemeinde Bockenem.

Auch eine Schule können die Königsdahlumer Kinder schon seit vielen Jahren nicht mehr in ihrem Heimatdorf besuchen.

Ursprünglich hat es aber auch hier eine Schule gegeben, über deren Anfänge allerdings kaum etwas bekannt ist. Belegt ist, dass die Kinder im Ort von 1750 an über vier Generationen von Lehrern der Familie Martens unterrichtet wurden. Der Unterricht fand vermutlich in einem Zimmer des Wohnhauses der Lehrerfamilie statt, das östlich der Kirche lag.

Nach mündlicher Überlieferung stand später an der Nordseite der Kirche ein kleines Schulhaus, das 1854 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. An gleicher Stelle baute man ein geräumiges Gebäude, das zugleich Schulhaus und Wohnhaus des Lehrers war und an das sich im Osten eine Scheune mit Diele und ein Stall anschlossen. Dieses Gebäude wurde 1915 umgebaut und wegen steigender Schülerzahlen 1949 um einen Klassenraum erweitert. Obwohl sich schon zu dieser Zeit abzeichnete, dass auch dieses Schulhaus nicht genügend Platz für alle Schulkinder in Königsdahlum bot, brauchte es weitere zehn Jahre, bis eine neue Schule auf dem Grundstück des alten Pfarrgartens errichtet werden konnte. Diese Schule war mit zwei großen Klassenzimmern, einem Gruppenraum, einem Lehrerzimmer, sanitären Anlagen und einer Garage ausgestattet. In direkter Verbindung zum Schulgebäude entstand außerdem ein Lehrerwohnhaus.

Doch bereits im Herbst 1966 besuchten im Rahmen der Schulreform diese Schule keine Kinder mehr. Seitdem gehen die Königsdahlumer Schulkinder zur Schule in Bornum.

Im zunächst leestehenden Schulhaus richteten die Harzer Apparatewerke von 1971 bis 1980 ihr Rechenzentrum ein, seit 1981 wird es als Dorfgemeinschaftshaus genutzt. Hier befindet sich auch ein schöner Spielplatz.

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Spielplatz in Königsdahlum © Verena Bloch

Die Grundschule in Bornum erreichen die Schulkinder Königdahlums über öffentliche Verkehrsmittel, ebenso im Anschluss daran die weiterführenden Schulen in Bockenem, Seesen oder Hildesheim. Nähere Informationen zu allen Schulen sind über die Website der Stadt Bockenem zu erhalten.

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Altes Schulhaus in Königsdahlum © Verena Bloch
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Dorfgemeinschaftshaus von Königsdahlum © Verena Bloch
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Dorfgemeinschaftshaus von Königsdahlum © Verena Bloch

Öffentlicher Nahverkehr

Buslinie 461 Richtung Derneburg über Bockenem/Haltestelle Königsdahlum Feuerwehr

Die Königsdahlumer sind auf ein Auto angewiesen, um ihre Wege zur Arbeitsstelle und zu Schulen und Kindergärten zu bewältigen oder ihre Einkäufe im Gemeindemittelpunkt Bockenem zu erledigen. Darüber hinaus können sie den Gemeindemittelpunkt Bockenem, einige Dörfer der Stadtgemeinde und der Gemeinde Holle mit dem Bus erreichen und haben vom Bahnhof Bockenem aus Anschlussmöglichkeiten zu weiteren Buslinien Richtung Hildesheim und Bad Salzdetfurth und Seesen. Näheres ist hier zu erfahren.

Historische Reichsbahn

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historische Eisenbahn zwischen Königsdahlum und Bockenem
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historische Eisenbahn bei Königsdahlum

Nur wenige Male im Jahr, so an einem Sonntag in den Sommerferien, fährt im Rahmen des Ferienpasses oder im Januar als Glühweinexpress mit Bewirtung eine alte Reichsbahn von 1928 wie in alten Zeiten und mit viel Dampf durch das Nettetal von Derneburg nach Bornum und hält auch in Königsdahlum, Schlewecke, Nienhagen und am Wohldenberg. Die alten Reichsbahnwaggons werden von der über 100 Jahre alten Dampflok 897513 gezogen. Der Zug braucht für die Strecke vom Startbahnhof Derneburg etwa zwei Stunden bis zum Ziel und startet an diesem Tag zweimal.

Fahrkarten für Hin- und Rückreise können nur direkt am Zug erworben werden und kosten pro Erwachsenem 9 Euro, für Kinder mit oder ohne Ferienpass und Familien gelten ermäßigte Preise. Fahrräder werden kostenlos transportiert. Reisegruppen müssen sich vorher anmelden.

Die genauen Abfahrtszeiten können sich jährlich ändern. Der Reisetag im Sommer ist von den Sommerferien abhängig. Daher bitte auf Ankündigungen in der Tagespresse achten. Informationen gibt es zusätzlich auf der Internetseite der DBG oder per Mail. Außerdem können wochentags von 10 bis 12 Uhr Informationen unter der Nummer 03 92 45 / 20 42 erfragt werden.
 

Radwege

Strecke: Bockenem – Nette – Holle – Bockenem
Länge: 38 km

Start ist am Hotel Kniep in Bockenem in der Altstadt. Das Stadtrecht existiert seit 1300. Hier gibt es einen großen und schöngestalteten Marktplatz und die gotische Hallenkirche St. Pankratius, eine historische Superintendentur aus dem Jahre 1584. In Bockenem befindet sich auch das bekannte Turmuhren- und Heimatmuseum, das sogenannte Alte Dorf im malerischen Straßenzug Winkel mit Beguinenhaus und Heiliggeist-Kapelle. Die prägende Fachwerksubstanz der Altstadt stammt mit wenigen Ausnahmen aus der Zeit nach 1847, als Bockenem zu 90 Prozent eingeäschert wurde.

Weiter geht es nach Königsdahlum. An der Ostseite in exponierter Lage, auf einem Terrassensporn über der Nette, liegt die Stelle der mittelalterlichen Kaiserpfalz Dahlum. Am Fluss steht die historische Mühle, im Dorf am Westrand der Spenglersche Hof, eines der ältesten Bauernhäuser des Landkreises. Die größte Doline Niedersachsens liegt 400 m oberhalb des Verbindungsweges von Königsdahlum nach Hary. Anbei die sogenannte Dillsburg, ehemaliger Alterssitz des Bockenemer Turmuhrenfabrikanten Johann-Friedrich Weule.

In Hary finden Sie ein sehr gepflegtes Ortsbild und einige sogenannte Rübenburgen.

Die Fahrt führt in den Ort Störy mit einem schönen Thieplatz und alter Bauernkirche.

Weiter geht es nach Upstedt, wo auf dem Thieplatz die berühmte 1000-jährige Linde steht. Sehenswert ist auch das hübsche Häuser-Ensemble im Bereich der Dorfkirche.

Nette: Hier gibt es ein Pfarrhaus mit schönem Fachwerk zu bestaunen, ebenso die Dreifaltigkeitskirche mit von Wrisbergschem Wappen über dem Portal und mit sehenswertem Inneren.

Nach circa 5 km erreichen Radfahrer das Wasserschloss Söder, eines der schönsten Barockschlösser Niedersachsens, umgeben von einer großen Parkanlage. Es wurde im Jahr 1742 erbaut und im Jahre 1796 unter Moritz von Brabeck umgestaltet. Um 1800 war es kultureller Mittelpunkt des Hildesheimer Landes.

Der Weg führt weiter zum Schloss (Kloster) Derneburg (km 8,8), das im Jahre 1213 ein Kloster der Augustinerinnen war. Von 1443 bis zur Säkularisation 1803 - mit Unterbrechungen - diente es den Zisterziensern. Es ist eine beschauliche Anlage mit Wirtschaftshof und Fischteichen. Seit 1814 war es im Besitz der Grafen von Münster, die das Kloster zum Schloss umbauten und einen großen Landschaftspark romantisch-klassizistischer Prägung anlegten. Seit 1974 war beides im Besitz des bekannten deutschen Künstlers Georg Baselitz, der hier seinen Wohnsitz hatte und im Schlosspark außerdem ein großes Atelier errichten ließ. Im Jahre 2006 wurde der amerikanischen Kunstsammler Andrew Hall neuer Besitzer.

Ein Hinweis zum Lavespfad und dem Glashaus: Die unter dem Grafen von Münster in Derneburg vorgenommenen Umbauten wurden von dem damals vor allem in Hannover tätigen Baumeister Georg Friedrich Laves geleitet. Er schuf in Derneburg Bauten wie das Schloss, das Glashaus, das Kutscherhaus, die Mühle, die Fischerhäuser, das Mausoleum, den Tempel, schließlich die gesamte Parkanlage. Ein Rundweg erschließt alle diese Objekte. In dem mit einer Restauration verbundenen Glashaus erfährt der Besucher weiteres über die historischen Zusammenhänge.

Die weitere Fahrt führt an Holle vorbei, dem ehemaligen Zentrum des unteren Ambergaus. Hier gibt es ein sehenswertes Heimatmuseum.

Danach geht es weiter nach Sottrum. Am Anfangs des Dorfes liegt am Radweg die Zehntscheune. In der Ortsmitte steht die interessante Barockkirche und zur Nette hin eine ehemalige Mühle.

Der Ambergau-Radweg führt unterhalb der mächtigen mittelalterlichen Burg Wohldenberg vorbei. Sie war im Hochmittelalter Sitz der Ambergau-Grafen. Ihre Zerstörung erfolgte im Dreißigjährigen Krieg, vor allem durch das Heer Piccolominis. Erhalten sind die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wiedererrichtete Vorburg, der 26 m hohe Bergfried und die barocke und weithin bekannte Hubertuskapelle, die aus dem Jahr 1731 stammt.

Sie erreichen das Gut Nienhagen, ein ehemaliges Herrenhaus derer von Bortfeld, die das Gut im 15. und 16. Jahrhundert besaßen (siehe auch den hier vorhandenen Schnitzbalken).

Das Schloss Henneckenrode wurde 1579/80 unter Heinrich v. Salder erbaut. Die sehenswerte Burgkapelle mit Flügelaltar wurde 1597 unter Burchard von Salder erschaffen. Seit 1831/38 dient das Schloß als Waisenhaus, das in der heutigen Zeit von den Franziskanerinnen geführt wird. Sie sehen hier eine sehr markante Schloßanlage mit einem großen Wirtschaftshof und historischer Wassermühle. Das schönes Ortsbild des Dorfes Henneckenrode lädt für einen Augenblick zum Verweilen ein.

In Werder liegt an der Ostseite eine ehemalige Mühle, hier stand einst auch die nicht mehr vorhandene mittelalterliche Wasserburg, von der die Grafschaftsrechte über den Ambergau ausgeübt wurden. Werder wird alljährlich von Hochwassern heimgesucht und leidet dann unter Überschwemmungen. Unterhalb der Nettebrücke und des Reiterhofes liegt weites Wiesenland.

Gegebenenfalls bietet sich ein Abstecher zum ehemaligen Schloss derer von Cramm in Volkersheim an, heute ein DRK-Alten- und Pflegeheim. Die Ortsmitte mit St.-Georgskirche ist sehenswert.

Nach weiteren 2 km führt der Weg zurück nach Bockenem.

Ambergauradweg

Mit einem touristischen Angebot werben die Städte Seesen, Bockenem und Holle zukünftig gemeinsam. Auf 32 Kilometern können Radfahrer den einheitlich ausgeschilderten Ambergau Radweg befahren. Der neue Radweg zwischen Seesen und Derneburg schließt die Lücke zwischen dem Fernradweg R1 und dem Innerste Radweg. Damit stellt er eine hervorragende Ergänzung des touristischen Radverkehrsangebotes der Region dar. In einer Projektzeit von einem Jahr wurden die Voraussetzungen geschaffen. Durch die idyllische Landschaft des Ambergaus führt der Radweg von Seesen aus über Rhüden, Bornum, Bockenem, Henneckenrode nach Holle und endet in Derneburg.

32 Kilometer Genussradeln sind garantiert. Das Projekt ist ein Beispiel für unbürokratische, interkommunale Zusammenarbeit, auch über Kreisgrenzen hinweg. Der Radweg wird mit einem Flyer beworben. Aktuelle Informationen gibt es auf der eigenen Internetseite. Dort findet man neben der Streckenbeschreibung und GPS-Daten auch aktuelle Informationen zu Veranstaltungen entlang des Radweges.

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