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Kultur in der Region Hildesheim

Interessant + Wissenswert

Sagen und Geschichten

Über Machtsum gibt es einige Erzählungen, unter anderem diese, entnommen aus Von Tückeboten, Lüchtenkeerls und weißen Frauen, Gerstenberg Verlag Hildesheim 1986:

Östlich von Machtsum befindet sich die wüste Dorfstätte Eddessum. Dort lag ein Teich, von dem die Sage ging, wer dreimal um ihn herumlaufe, ohne Atem zu holen, der höre die Glocken von Eddessum läuten. Der Teich ist verschwunden, und Ackerland breitet sich heute dort aus.

Aber auch anderes wird von Machtsum berichtet.

Durstiger Heimweg

Schutzengel am Bein

Ganz, ganz trocken

Die Ziege

Unwürdige Beflaggung

Drama am Pastorenteich

Willi und die Polizei

Der verschwundene Maibaum

Die BILD schrieb in 1966

Alle Texte sind entnommen aus: Machtsumer Geschichte, mit Chronik und Liedern zum 850-jährigen Bestehen, 1155 - 2005 Ein Dort mit Tradition vor den Toren Hildesheims, Köhler-Druck Adlum, 2. Auflage, September 2005, S. 142-145.

Spuren von historischen Produktionsstätten

Machtsumer Bockwindmühle

Zu finden: Windmühlenstraße

Die Machtsumer Bockwindmühle wurde ursprünglich im Jahre 1638 in Wirringen als herrschaftliche Mühle errichtet. Diese Jahreszahl ist noch heute im Hausbaum zu lesen. Im Jahre 1643 wird sie auf Befehl des Herzogs Christian Ludwig zu Braunschweig-Lüneburg nach Müllingen versetzt und findet schließlich 1888 nach dem Erwerb durch Josef Vollmer zum Preis von 3.750 Mark seinen jetzigen Standort in Machtsum. In den darauffolgenden Jahren erweitert Vollmer den Mühlenbau. Nach seinem Tod im Jahre 1953 übernimmt zunächst seine Ehefrau Katharina den Mühlenbetrieb. Während eines orkanartigen Sturms in der Nacht vom 12. auf den 13. Januar verliert die Mühle in vollem Betrieb zwei Flügel und das innere Getriebe des Mühlwerks kommt zum Stillstand. Trotz Reparatur und Einbau eines Sauggasmotors wird die Mühle 1959 schließlich stillgelegt. Um die Mühle vor ihrem Verfall zu retten, gründet sich 1976 der Verein zur Erhaltung der Windmühle Machtsum e.V.. In den Folgejahren wird der Mühlenbau schrittweise restauriert, bis heute instand gehalten und ist wieder voll funktionsfähig. Sie ist in das Verzeichnis der Kulturdenkmale aufgenommen worden und kann nicht nur am Tag des offenen Denkmals und am Mühlentag besichtigt werden.

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Mühle Machtsum © Verena Bloch
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Mühle Machtsum © Verena Bloch
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Mühle Machtsum 1 © Verena Bloch
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Mühle Machtsum © Verena Bloch
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Mühle Machtsum © Verena Bloch

Bei Interesse an einer Besichtigung melden Sie sich bitte beim Verein zur Erhaltung der Windmühle Machtsum e.V..

Detailansicht der Adresse anzeigen
Telefon: 0 51 27 / 14 44
E-Mail schreiben
Webseite
Die letzte noch betriebsbereite Bockwindmühle des Landkreises zu erhalten, diesen Wunsch hatten 51 Machtsumer Bürger und gründeten 1976 kurz entschlossen den Verein zur Erhaltung der Mühle Machtsum.
Durch die unermüdliche Arbeit der Mitglieder haben Vereine, Schulklassen und alle Interessierten heute wieder die Möglichkeit, die 1638 erbaute Mühle, die 1888 von Müllingen nach Machtsum verkauft wurde, bei der Arbeit zu erleben.
Neben der Instandhaltung der Mühle ... weiterlesen

Kleidung

Was die Bekleidung angeht, so herrschten in Machtsum zeitweise ganz besondere und scheinbar nicht beliebte Sitten, wie in der Machtsumer Dorfchronik eindrücklich geschildert wird:

(Quelle: Beides aus Machtsumer Geschichten, mit Chronik und Liedern zum 850-jährigen Bestehen, 1155 - 2005 Ein Dorf mit Tradition vor den Toren Hildesheims, Köhler - Druck Adlum, 2. Auflage, September 2005, S.145.)

Nachkriegsgarderobe

In der Nachkriegszeit bis ca. 1955 trug der Machtsumer Junge auch in der kalten Jahreszeit kurze Hosen. Damit die Beine nicht kalt wurden, zog man dazu lange braune Einheitsstrümpfe an. Damit diese nicht rutschen, mussten sie an den Leibchen (das waren so etwa Unterhemdwesten) mit Strumpfhaltern befestigt werden.

Die Schuhe dazu waren aus solidem Rindsleder, sie waren hoch, braun und geschnürt. Damit sich die Ledersohlen nicht so schnell abnutzen, wurden sie mit Eisen beschlagen.

Das Handwerk des Schuhmachers beherrschten gleich zwei Machtsumer, nämlich Wehmeyer in der Kesselei und Brandes in der Lindenallee.

Über die eitle Dorfjugend und deren Liebe zu Kniestrümpfen

Schon bei den ersten warmen Sonnenstrahlen wollte jedes Machtsumer Kind gern endlich diese hässlichen langen Strümpfe ausziehen.

In jeder Familie gab es jedoch reichliche Diskussionen darüber, ob es denn schon warm genug dafür sei. Oft genug endeten diese Gespräche mit einem pädagogisch-konsequenten Hintern voll oder es gab Zeit zum Nachdenken im Keller. Hauptsächlich die Angst im dunklen Keller, aber auch die Wut ließ mich nach Auswegen suchen.

So drohte ich mit dem Öffnen der Einmachgläser, wenn ich nicht sofort raus gelassen würde. Nachdem die Drohung anfänglich verpuffte, musste ich zur Tat schreiten. Schon nach dem zehnten Glas kam ich frei.

Die darauf folgende Prügel nahm ich gern in Kauf. Nur schade, dass dabei ein schön verzierter und bemalter Haselnussstock zerbrach.

Hildesheim-Peiner Kreiseisenbahn

Am 1. Oktober 1897 wurde die insgesamt 31,4 km lange Strecke der Hildesheim-Peiner Kreiseisenbahn, im Volksmund Kreis-und Bogenbahn genannt, von Hildesheim über viele Dörfer der Hildesheimer Börde bis Hämelerwald in Betrieb genommen. Viele Orte hatten einen Bahnhof, aber Machtsum verfügte nur über einen Galgen, eine an zwei Pfosten genagelte Tafel mit der Aufschrift Machtsum und einen 2x2 m großen gemauerten Bahnkasten mit einem Guckloch und einem Schild, auf dem folgender Hinweis zu lesen war: Hier halten die Züge nur nach Bedarf. Fahrgäste haben sich beim Herannahen des Zuges rechtzeitig bemerkbar zu machen. Ein Zeitzeuge, der Patensohn des damaligen Machtsumer Pfarrers, weiß aber glaubhaft zu berichten, dass er als Kind mehmals im Jahr für Besuche beim Patenonkel am Hildesheimer Bahnhof in den Zug gesetzt wurde und dieser genau hinter dem Pfarrhaus zuverlässig zum Stehen kam.

Die letzte Fahrt der Kreis-und Bogenbahn fand am 26. September 1964 statt und die gesamte Gleisanlage wurde 1965 abgebrochen. Heute erinnern nur noch an wenigen Stellen Gleis- und Brückenreste und unverkennbar in der Landschaft verbliebene Dämme und Wege an diese legendäre Bahnstrecke.

Die Machtsumer sind seitdem auf die Verbindungen der regionalen Busverkehrs angewiesen.

Anrufsammeltaxi

Im September 2017 wurde in der Gemeinde Harsum ein Anruf-Sammeltaxi (AST-Verkehr) neu eingerichtet. Dieses verbindet nun die einzelnen Ortschaften mit dem Grundzentrum Harsum.

Harsum wird von den Buslinien 24 und 25 bedient. Diese fahren unterschiedliche Ortsteile an, verbinden aber nicht alle miteinander. Der neue AST-Verkehr tut genau das und sorgt so für eine flexiblere Beförderung innerhalb der Gemeinde. So gibt es beispielsweise eine direkte Verbindung zum Gemeindezentrum Harsum, auch von Ortsteilen wie Rautenberg aus.

Freitagabend gibt es außerdem eine direkte Anbindung an den Nachtbus, der um 23.11 Uhr in Hasede/Scharfe Ecke hält. Von Groß Förste/B6 aus kann man um 23.20 Uhr gleich weiterfahren. So ist eine Direktanbindung in andere Gemeindeteile wie beispielsweise Klein Förste gegeben.

Durch den AST-Verkehr wird das Angebot für die Gemeinde Harsum stark ausgeweitet. Aber wie funktioniert eine Fahrt mit dem AST?

Das Anruf-Sammeltaxi ist eine Fahrgastbeförderung mit Taxen, die nur von gekennzeichneten Abfahrtsstellen und nur zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden kann. Die Beförderung erfolgt nach vorheriger Anmeldung, die bis zu 60 Minuten vor der Abfahrt unter der Telefonnummer 05121 / 76 42-0 stattgefunden haben muss. Aus allen Anmeldungen für eine AST-Linie wird eine Fahrtroute für das Anruf-Sammeltaxi zusammengestellt, das dann zur ausgewiesenen Abfahrtszeit an der gewünschten Haltestelle bereitsteht. Erfolgen keine Anmeldungen für die jeweilige Fahrtzeit, so wird die Fahrt auch nicht durchgeführt.

Fahrgäste, die im Besitz eines gültigen Fahrausweises des RVHI sind, zahlen 1,00 Euro Zuschlag für die Fahrt mit dem AST. Fahrgäste, die ihren Fahrschein im Taxi lösen, zahlen einen festen Fahrpreis von 2,90 Euro (Kinder zahlen 1,00 Euro).

Zum neuen AST-Verkehr hat der RVHI einen Flyer entwickelt, den man kostenfrei im Kundencenter (Schuhstraße 40) oder im Servicecenter (Hermann-Roemer-Straße 4) mitnehmen kann. Hier sind alle Fahrzeiten sowie die Preise und zusätzliche Informationen enthalten.

Der Fahrplan kann auch online unter folgendem Link nachgelesen werden: https://www.rvhi-hildesheim.de/de/RVHI-Meldungslisten-gesamt/RVHI-Aktuelle-Meldungen1/Neuer-AST-Verkehr-fuer-die-Gemeinde-Harsum/2017-Handout-Harsum-24.pdf

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