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Interessant + Wissenswert

Sagen und Geschichten

Der Kuhschwanz unterm Butterfass

In Rott saß eines Tages eine Frau am Butterfass, doch wollte ihr das Buttern nicht recht gelingen. Da kam das Mädchen der Nachbarin zu ihr, um eine Kleinigkeit zu leihen. „Meck willt huite nich glücken (Mir will’s heute nicht glücken)“, klagte die Frau.
Das Mädchen aber wusste Rat. „Wäsche“, (Weißt du,) sagte sie, „wenn iuse Frau bottert, denn legt sei jümmer en Kauhswanz unner dat Botterfatt, un denn ist dei Botter glöikst da!“ (Wenn unsere Frau buttert, dann legt sie immer einen Kuhschwanz unter das Butterfass, und dann ist die Butter gleich da!)

„Wut diu meck dän Swanz nich eok mal haln?“ (Willst du mir den Schwanz nicht auch mal holen?) Das Mädchen lief schnell heim und holte den Kuhschwanz.

Als die Frau nun wieder einige Male zugestoßen hatte, war die Butter fertig. Beim Mittagessen aber stand plötzlich der Teufel im Zimmer und legte dem Bauern ein großes Schriftstück vor, das er mit seinem Blut unterschreiben sollte. Der Bauer öffnete sich eine kleine Blutader und schrieb: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit kann ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd‘ eingehn!“

Als der Teufel diese Unterschrift las, sprang er mit einem Satze durch das Fenster und hat sich nie wieder sehblickenen lassen.

Quelle: Website des Heimatverein Külftal

Schriftgut und Überliefertes

Achim Gercke, Hans Schwietering, Das Kirchspiel Hoyershausen, Festschrift zum 200-jährigen Bestehen der Kirche in Hoyershausen, Gronau 1954.

Jahns, Günter, Die Wetzrillen an der Rotter Kapelle, in: Beiträge zur Geschichte der Stadt Gronau, Jg. 2017, S.62/63

Das gibt's so nur bei uns

FAP – Norddeutschlands kleinste höchste Kneipe

Autokino

Im kleinsten Dorf der Gemeinde Duingen lebt ein erfindungsreiches und geselliges Volk. Gleich zwei Besonderheiten hat der gut 80 Personen starke Ort zu bieten. Was es mit dem FAP auf sich hat, erfährt man hier und wer mehr über das Autokino wissen möchte, schaut hier nach.

Lokale Spezialitäten

Rotter Wildsuppe

Wie es dazu kam, dass sich in Rott eine besondere Vorliebe für Wildsuppe entwickelte, erzählt Marc Hollstein, der schon hier geboren wurde und nach wie vor gerne hier lebt:

Das Dorf Rott „ist deutlich jünger als die umliegenden Siedlungen, die Einwohner waren immer eher ärmlich. Auch wurde ihnen lange Zeit das Jagen verwehrt.“ Da die Rotter jedoch keinesfalls auf Wild aus dem Duinger Wald verzichten mochten „kam es, aus der Not geboren, zu einem regen Ausüben von Wilderei.“ Und so wurde auch die Wildsuppe fester Bestandteil der Speisepläne in Rott.

Das bewährte Original-Rezept wird hier verraten.