Inhalt

Covid-Informationen und Praxis-Tipps für Kulturschaffende 

Grundlegende Hinweise finden sich auch hier auf der Seite des Landkreis Hildesheim.

  1. Beratung und Hilfestellung für Kulturschaffende
  2. Förderprogramme
  3. Unterstützung bei Hygienekonzepten 
  4. Aktuelle Coronaverordnung

1. Beratung und Hilfestellung für Kulturschaffende

Sprechstunde

Der Landesverband Soziokultur Niedersachsen unterstützt Vereine und Kulturschaffende nach wie vor mit Informationen und Sprechstunden zu Fragen der Corona-Krise. 

Sprechstunden für Kulturschaffende aller Sparten

Beratung und Infromationen u.a. zu den Themen:

  1. Bundes-und Landesförderung, KfW
  2. Unterstützung von Kleinstunternehmen,
  3. Künstler:innen und Soloselbstständigen

Dieter Hinrichs täglich 14-16 Uhr

Telefon: 0441 24 89 39 3, E-Mail: hinrichs@soziokultur-niedersachsen.de

http://soziokultur-niedersachsen.de/leistungen/coronavirus.html


Das Netzwerk Kultur & Heimat Hildesheimer Land versendet regelmäßig alle zwei Wochen einen Newsletter mit Infos zur Kultur der Region Hildesheim. Hier gibt es auch eine Rubrik CORONA-INFO mit aktuellen Informationen.

Wenn Sie den Newsletter erhalten möchten können Sie sich unter https://www.netzwerk-kultur-heimat.de/newsletter anmelden, für den Erhalt des Newsletters muss man kein Mitglied im Verein sein.

Der Newsletter kann jederzeit per E-Mail wieder abbestellt werden.

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Aktuelle Informationen und Praxistipps

Landesverband Soziokultur Niedersachsen e.V. hat für Kulturschaffende in Niedersachsen aktuelle Informationen und Praxistipps zum Umgang und Auswirkungen des Coronavirus zusammengestellt:

http://soziokultur-niedersachsen.de/leistungen/coronavirus.html

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Hotline für Selbständig und Künstler zur Unterstzützung bei der Antragsstellung für SGB II 

  • 201106 (BA)Information_Hotline


2. Förderprogramme

Land stellt 10 Mio. Euro zur Kofinanzierung von Corona-Bundesprogrammen bereit

Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler, denen eine Förderung vom Bund bewilligt worden ist, können beim MWK eine Kofinanzierung beantragen. Voraussetzung ist, dass sie ihren Sitz in Niedersachsen haben, sie zum Zuständigkeitsbereich des MWK gehören und der überwiegende Teil der geplanten Projekte in Niedersachsen durchgeführt wird. 

Hier der Link zum Programm des MWK

Niedersachsen-Schnellkredit für gemeinnützige Organisationen

Seit dem 12. November 2020 gibt es das neue Darlehensförderprogramm „Niedersachsen-Schnellkredit gemeinnützige Organisationen“ . Damit stellt die NBank aus Mitteln des Landes und der KfW gemeinnützigen Organisationen, die aufgrund der Corona-Pandemie in einen Liquiditätsengpass geraten sind, einen Kredit zur Finanzierung von Betriebsmitteln und kurzfristig nötigen Investitionen zur Verfügung.

Alle Informationen hier 

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Für die Überbrückungshilfe III können jetzt Änderungsanträge gestellt werden

Alle Informationen unter 
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ueberbrueckungshilfe/Ueberbrueckungshilfe-III/ueberbrueckungshilfe-iii.html

Überbrückungshilfe III jetzt auch für Kunsthandwerker*innen
Bisher gab es große Schwierigkeiten für Kunsthandwerker*innen, wenn diese aufgrund der pandemiebedingten Umsatzeinbußen die sog. Überbrückungshilfe III beantragen wollten. Jetzt wurde eine Ausnahmeregelung für die Kunsthandwerker*innen geschaffen, die es diesen ermöglicht, die Überbrückungshilfe III zu beantragen.
 
Die Regelung unter Punkt 2.7 der aktuellen FAQs wurde geändert und lautet nun: „Unternehmen und Soloselbstständige, die zum Kunsthandwerk zählen und ihre Waren vorrangig in Galerien, auf Messen oder Märkten verkaufen (z.B. Schmuckdesigner, Kunstschmiede, Herstellung von Keramikartikeln etc.).“
 

Die FAQs finden Sie zum Nachlesen hier.


Überbrückungshilfe für gemeinnützige Organisationen

Gemeinnützige Organisationen, die in irgendeiner Weise „wirtschaftlich tätig“ sind, können unter bestimmten Voraussetzungen Überbrückungshilfe vom Bund bekommen, genau wie kommerzielle Unternehmen. Ein Beitrag der Plattform „Skala-Campus“ erklärt, was Non-Profits beachten müssen, um von der finanziellen Hilfe zu profitieren. Für viele gemeinnützige Organisationen wie eingetragene Vereine, gemeinnützige Unternehmen oder Stiftungen brachte die Pandemie einen deutlichen Einnahmenrückgang. Events, Seminare etc. fallen aus, der Verkauf von Waren stagniert, das Vereinscafé muss schließen, Sponsorengelder und Spenden fließen spärlicher.

Weitere Informationen hier

 Die Überbrückungshilfe gliedert sich in verschiedene Förderzeiträume:
  • > Überbrückungshilfe III plus: Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021, neu ist die zeitlich befristete Antragsberechtigung bei freiwilliger Schließung wegen Unwirtschaftflichtkeit aufgrund der Corona-Regelungen, Antragsfrist: 31. März 2022
     
  • > Überbrückungshilfe IV: Förderzeitraum Januar bis März 2022,
    Antragsfrist: 30. April 2022



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Neustarthilfe & Einkünfte aus einer GbR

Zu Beginn konnten nur natürliche Personen einen Antrag auf Neustarthilfe stellen, die ihre selbständigen Umsätze als freiberuflich Tätige oder als Gewerbetreibende für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen. Seit dem 15. März 2021 wurde das Antragsverfahren auch geöffnet für Soloselbständige, die anteilige Umsätze aus Personengesellschaften für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen wollen…" https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Artikel/neustarthilfe.html
"Die Neustarthilfe kann beantragt werden durch
•           (…)
•           Soloselbständige, die sowohl ihre Umsätze als Freiberufler/in oder als Gewerbetreibende/r als auch (anteilig) Umsätze, die sie aus einer Personengesellschaft (z. B. GbR) erzielen, für die Berechnung der Neustarthilfe zugrunde legen möchten. Der Anteil der Umsätze, den Sie als Antragstellende/r berücksichtigen können, wird nach dem für die Personengesellschaft für die Verteilung von Gewinnen geltenden Schlüssel berechnet. Sind Sie Gesellschafter mehrerer Personengesellschaften, können Sie die (anteiligen) Umsätze aus allen Personengesellschaften geltend machen, deren Gesellschafter Sie sind.

•           Soloselbständige, die ihre gesamten Umsätze aus einer Personengesellschaft erzielen. Der Anteil der Umsätze, den Sie berücksichtigen können, wird nach dem für die Personengesellschaft für die Verteilung von Gewinnen geltenden Schlüssel berechnet. Sind Sie Gesellschafter mehrerer Personengesellschaften, können Sie die (anteiligen) Umsätze aus allen Personengesellschaften geltend machen, deren Gesellschafter Sie sind."


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Weitere 100 Millionen Euro für Jugendherbergen und Familienferienstätten

Mit der Neuauflage des Sonderprogramms können finanzielle Notlagen bei gemeinnützigen Übernachtungsstätten im Bereich der Kinder- und Jugendbildung und Kinder- und Jugendarbeit im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Juni 2021 abgemildert werden. Antragsberechtigt sind Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten, Kindererholungszentren, Naturfreundehäuser, Jugendbildungs- und Begegnungsstätten der Jugendverbände sowie der politischen, kulturellen und sportlichen Kinder- und Jugendarbeit mit Übernachtungsangeboten.

Die Beantragung der Mittel ist vergleichsweise einfach möglich. Die Einrichtungen müssen eine durch die Corona-Pandemie bedingte finanzielle Notlage nachweisen. Vorhandene Liquiditätsengpässe beziehungsweise nicht gedeckte Fixkosten können bis zu einem Anteil von 90 Prozent durch einen Zuschuss aus dem Sonderprogramm ausgeglichen werden. Die maximale Zuschusshöhe pro Bett wurde von 400 Euro im Jahr 2020 auf bis zu 800 Euro angehoben.

Für die Sicherung des ersten Halbjahres 2021 können bis zum 28. März Zuschüsse beantragt werden. Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie unter https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/hilfen-fuer-soziale-einrichtungen/sonderprogramm-kinder-jugend-bildung-arbeit .
 

Corona Sonderfonds

Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen soll Veranstalter dazu ermutigen, in der Coronapandemie Veranstaltungen zu planen und durchzuführen. Mit der Wirtschaftlichkeitshilfe mit integrierter Ausfallabsicherung werden Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Besucherinnen und Besuchern durch Zuschüsse zu Ticketverkäufen unterstützt. Die Ausfallabsicherung richtet sich an Veranstaltungen mit mehr als 2.000 Besucherinnen und Besuchern, hier können bei coronabedingter Absage den Veranstaltern Kosten erstattet werden.

3. Unterstützung bei Hygienekonzepten 

Hinweise zum Erstellen eines Infektionsschutzkonzeptes - überarbeitete Fassung

Unser Landesverband soziokultur informiert: Ein Infektionsschutzkonzept sollte unterteilt sein in Seminar- und Veranstaltungsbetrieb. In weiten Teilen gelten für beide Bereiche alle Maßnahmen.

Für den Veranstaltungsbetrieb müssen individuelle Bestuhlungssituationen gestaltet werden. Jeder Saal ist anders. 

In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass man mit externen Seminaranbieter*innen und Veranstalter*innen einen Vertrag abschließt, der die Einhaltung des hauseigenen Hygienekonzepts rechtsverbindlich vorsieht. Es ist dringend erforderlich, die Einhaltung des Hygienekonzeptes zu überprüfen. Auch wenn Rechtssicherheit über einen Vertrag hergestellt wird, ist bei einer Infektion im eigenen Hause der/die Träger*in im öffentlichen Fokus. Die Öffentlichkeit wird keinen Unterschied zwischen Träger*in und Mieter*in machen. Die neue Fassungfinden Sie hier (PDF). Die Neuerungen sind grün eingefärbt.

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Hier finden Sie hilfreiche Aushänge und Handreichungen:


Aushänge:

o Bitte Abstandhalten Plakat (pdf)

o Richtig Hände waschen Anleitung (pdf)

o Allgemeine Schutzmaßnahmen (pdf)

Handreichungen:

o Anwendung von Atemschutzmasken (pdf)

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Rosen und Rüben vom Netzwerk Kultur & Heimat hat in einem Dokument einmal alle wichtigen Infos zu Hygieneplänen und -konzepten zusammengefasst.

Die komplette Checkliste finden Sie hier


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Hygieneregeln - Beispiele vom Pavillon und Brunsviga

Der Pavillon Hannover stellt seinen Pandemieplan für die Zusammenarbeit im Haus zur Verfügung. Er wurde gemeinsam mit der Betriebsärztin des Pavillons erstellt. Es ist ein Pandemieplan ist für geschlossene Häuser und solche, die Gruppenräume vergeben.  

Die Brunsviga hat eine Handreichung mit Hygienerichtlinien für Mitarbeiter und Seminarleitungen etc. erstellt und eine Liste für die Erfassung der Teilnehmer*innen von Seminaren und Besucher*innen. Diese finden Sie hier. Sie können alle Unterlagen nutzen, um sie für Ihre Häuser einzusetzen.

Mit Ihren Konzepten für den Schutz Ihrer Mitarbeite*:innen können Sie sich an die Berufsgenossenschaft wenden. Sie kommen und beraten vor Ort. Wer zuständig ist, können Sie über die VBG-Zentrale in Bielefeld erfragen: 0521 5801-0. Es ist durchaus auch möglich hier Fragen zu Hygieneplänen zur Wiedereröffnung zu besprechen. 

Hier finden Sie die Hygieneregeln vom Pavillon Hannover.
Hier finden Sie die Hygieneregeln von Brunsviga.

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Haftungsfragen zu Hygienemaßnahmen

Hier ist ein Hinweis vom Musikland Niedersachsen zum Thema Haftungsfragen:
https://www.schmerzensgeld-wuerzburg.de/leistungen/haftungsfragen-bei-corona/

Wenn man demnach als Veranstalter ein Hygiene-/Schutzkonzept vorlegt, dieses vom Gesundheits- und Ordnungsamt abgesegnet wird und man sich dann ordnungsgemäß verhält, sollte man auf der sicheren Seite sein.

Nach Aussage des Rechtsstab der LiveKomm gibt es bisher aber wohl noch keine Präzedenzfälle.

4. Aktuelle Coronaverordnung

Alle Links rund um Corona finden Sie auf der Homepage des Landkreises Hildesheim

Aktuelle Infos

Zur Aktuellen Allgemeinverfügung

Zu den Aktuellen Corona-Regelungen für Niedersachsen

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Corona Dashboard  Niedersachsen meldet die tagesaktuellen Inzidenzwerte aus ganz Niedersachsen


Überbrückungshilfe III

Überbrückungshilfe III Plus jetzt auch bei coronabedingter "freiwilliger" Schließung von Kulturorten
Bund unterstützt mit verschiedenen Instrumenten die schwer gebeutelte Kulturbranche

 

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass die Bundesregierung auch bei der Überbrückungshilfe III Plus Verbesserungen bei freiwilligen Schließungen vorgenommen hat.

Folgende Regelung gelten ab sofort:

  • Wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen (2G, 2G plus oder 3G) oder vergleichbaren Maßnahmen (Verbot touristischer Übernachtungen, Sperrstundenregelungen) die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist, ist bei freiwilligen Schließungen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebs eine Anerkennung des resultierenden Umsatzeinbruchs als Corona-bedingt möglich. Ob Unwirtschaftlichkeit vorliegt, prüft der Prüfende Dritte.
  • Sind die Antragsvoraussetzungen erfüllt, kann Überbrückungshilfe gewährt werden.
  • Die Regelung gilt für den Zeitraum 01.11. - 31.12.2021.

Die genauen Modalitäten werden in Kürze den FAQs der Überbrückungshilfe III Plus auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu entnehmen sein.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Es ist gut, dass nun auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Möglichkeiten gefunden hat, Kultureinrichtungen oder Kulturveranstaltungen bei "freiwilligen" Schließungen zu unterstützen. Oftmals ist es aufgrund der Corona-bedingten Verordnungen einfach nicht wirtschaftlich eine Kulturveranstaltung durchzuführen. Es ist darum gut, dass der Bund mit verschiedenen Instrumenten die ohnehin schwer gebeutelten Kulturveranstalter unterstützt. Die Kultureinrichtungen und -veranstalter müssen nun zeitnah prüfen, welches Instrument, Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen oder Überbrückungshilfe III Plus, für sie passfähiger ist.“
 

27.04.2022